Februar 2012
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NACHRICHT
VIELEN DANK FÜR EURE INTERESSANTEN EINSENDUNGEN ZUR ERSTEN KULTURSTUBEN-AUSSTELLUNG!
Das Auswählen wird uns sehr schwer fallen…Wer die Kulturstube eröffnet, erfahrt Ihr nächste Woche.
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NACHRICHT
DIE BEWERBUNGSFRIST FÜR DEN ERSTEN KULTURSTUBEN-KÜNSTLER LÄUFT NOCH BIS ZUM 24.02.2012!
Schreibst du Gedichte? Deine Band bringt ein neues Album heraus? Du entwirfst Fahrradklingeln oder Blumentöpfe? Dann bewirb Dich für meinen virtuellen Ausstellungsraum! Hier hast Du die Möglichkeit, Deine Arbeiten einem kulturbegeisterten Publikum zu präsentieren.
Schicke einfach eine Mail mit einer kurzen Beschreibung über Dich und Deine Arbeiten an nachricht@dieKulturtante.de. Und vielleicht bist Du schon bald mein erster Kulturstuben-Künstler!
Weitere Informationen zur Kulturstube unter „Info“ oder per Mail an nachricht@dieKulturtante.de (Stichwort: Kulturstube).
Ich freu mich auf Eure Einsendungen!
Leserbrief
LESERBRIEF
LESERBRIEF VON LINDA MARSCHALL (HAMBURG)
Verspäteter Valentinstagsbrief
Liebe Berlinale,
bitte bleib so.
Lass mich auch nächstes Jahr mit einer Mischung aus Vorfreude, Stress und Entscheidungsschwierigkeiten nach meinen Wunschfilmen wühlen. Lass mich „jippiehjeyy“ schreien wenn ich Karten für jene bekomme und „verdammich“ brüllen wenn mir die Tickets davon geschnappt werden und ich die Ticketfrau im Eifer des Gefechts für schuldig erkläre.
Während des offiziellen und gleich bleibenden Intros vor jedem deiner Filme gibst Du mir ein prickelndes Gefühl nebst Gänsehaut. Liebe Berlinale, es ist eine Ankündigung sondergleichen: Das Intro, dein Vorspann, ist ein Mix aus rot und goldenen Lichtkegeln mit einer heroischen Melodie und dem Wahrzeichen der Stadt und deines Festivals: Der Berlinale Bär. Er erscheint, als würde er gespannt brüllen: „Meine Damen und Herren, liebe Filmfreaks, hier ist…“
Und in diesem Jahr war viel zu sehen! Liebe Berlinale, Du wirst immer besser, obwohl mir genügen würde, wenn Du einfach so bleibst: Festlich, aufregend, irre und verwegen lächelnd im Blitzlicht. Obwohl Du so sexy bist, besitzt Du doch ein bescheidenes, vielleicht typisches deutsches Understatement und die Bescheidenheit eines Preußen.
Wenn zum Beispiel während eines Publikumgesprächs die Mikros übersteuern oder nicht einmal genügend da sind, oder die Moderatoren etwas überwältigt verloren da stehen, dann denke ich: Macht nichts, auch Du bist nicht perfekt. Und vielleicht mehr auf den Boden geblieben als deine Schwestern, Cannes und Venedig.
In diesem Jahr hast Du mir einen wilden Mix beschert: Überladenes 60er Jahre Kino aus dem glitzernden, ornamentösen Kambodscha, Clive Owen im Nordirland Konflikt, Ai Weiweis Politikum via Twitter, UdSSR-Cartoon-Propaganda-Filme, ein herzzerreißendes spanisches Sozialdrama über Alzheimer, sowie die wohl poetischste griechische Liebesgeschichte zwischen einem Mönch und einer Nonne namens „Meteora“ die verdammich-nochmal den Goldenen Bären verdient…!!
Liebe Berlinale, Du holtest die Cutterin von Scorsese und hast sie cineastisch predigen lassen und Du hast die selige Meryl in göttliches Blitzlichtgewitter gerückt, wobei mir ein Finger an meinem Kameraauslöser festfror, als auch ich ihr huldigte am Teppich, dem roten.
Liebe Berlinale,
bitte bleib so und ich werde Dich immer lieben. Und wenn ich alt bin und auf der Parkbank sitze verspreche ich auch dann per I-Phone 50 dein Programm zu durchwühlen und „jippiehyeyy“ und „verdammich“ zu brüllen, wenn ich ein Ticket einsacke oder auch nicht.
Wir sehen uns, bis die Augen bluten!
Deine Linda
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NACHRICHT
AM WOCHENENDE ERÖFFNETE DIE STAATSGALERIE STUTTGART DIE AUSSTELLUNG "TURNER MONET TWOMBLY. LATE PAINTINGS".
Die vom Moderna Museet Stockholm, in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart und der Tate Liverpool, organisierte Ausstellung stellt Spätwerke der drei Künstler in Bezug zueinander und verspricht dem Besucher neue Sichtweisen auf die Werke. DieKulturtante war vor Ort und hat sich umgeschaut!
...Fortsetzung folgt...
Leserbrief
LESERBRIEF
LESERBRIEF VON LINDA MARSCHALL (HAMBURG)
Wir schauen uns vergessene C-Prominente dabei an, wie sie im Dschungel Würmer essen, wir beobachten Big Brother beim Nasepopeln und checken bei einem berühmten sozialen Netzwerk das Update der Statusmeldung der Freundin eines Freundes, mit dem wir nicht einmal mehr befreundet sind. Wäre es nicht erfrischend, jemandem bei einer sinnvollen Tätigkeit zuzusehen?
Max Liebermann in der Hamburger Kunsthalle
Zum Beispiel einem „Flachsscheuer“ oder einer „Netzflickerin“? Das sind einige der Hauptdarsteller in Max Liebermanns Bildern, zu sehen in der Hamburger Kunsthalle. Das sind ja mal ganz andere und mir unbekannte Berufsbilder, denke ich als Kulturtante, die höchstens „was mit Medien“ macht, aber weder weiß, wie man Flachs scheuert noch Netze flickt. Auf dem Weg zur Kunsthalle überlege ich, was Flachs eigentlich ist und erinnere mich dunkel daran, dass Netze nicht nur digital sind, sondern ursprünglich mal dazu gedacht waren, Fische zu fangen...
XXL ist das bevorzugte Liebermann’sche Bild-Format. Kein Wunder, dass er der „Wegbereiter der Moderne“ genannt wird – bei dieser Leinwand-Größe, man könnte schon fast sagen in „cinemaskopischer“ Dimension.
In aller Würze sein Leben in Kürze:
Liebermann, Sohn eines Großindustriellen im 19. Jahrhundert. Sozialist, ohne in seinen Bildern aktiv politische Kritik zu äußern. Das schafften seine Motive damals von ganz alleine. Sie zeigen den Arbeitsalltag einfacher Leute, der staubig, dreckig und anstrengend war. Gemälde waren bis dato die gängige Darstellungsplattform von „wichtigen“ Persönlichkeiten des Lebens und des Himmels gewesen; also für Könige, Fürsten, Götter oder Ähnlichen reserviert. Und Liebermann rückte stattdessen die einfachen Leute bei unglamourösen Tätigkeiten ins Rampenlicht. Skandal, Skandal! Und heute Kunst!
Neben arbeitenden Menschen erzählen seine späteren Werke von Papageien, Kaffeeterrassen und seinem eigenen Garten. Nach dem Motto: Erst die Arbeiter, dann das Vergnügen.
Die Ausstellung „Max Liebermann – Wegbereiter der Moderne“ läuft in der Hamburger Kunsthalle noch bis zum 19. Februar 2012.
(Redaktion: Liebe Linda, vielen Dank für Deinen Kulturtipp!)